Das Archiv

Einige Presseausschnitte bis zum Jahre Anno 2016

Wenn Drachen tanzen  

 

Die Mittelalterband Saltatio Draconum spielt beim Hansteiner Burgfest - Erste CD aufgenommen

Burg Hanstein. Trommeln dröhnen, Dudelsack-Klänge schallen über das Tal, fünf Männer in mittelalterlicher Gewandung stehen vor der Burg Hanstein und tauchen das historische Gemäuer in die passende musikalische Kulisse. Seit mittlerweile fünf Jahren gehört die Mittelaltergruppe Saltatio Draconum zum festen Bestandteil des Hansteiner Burgfestes und hat jetzt ihre erste CD auf den Markt gebracht.

Mit dem historischen Gemäuer hat die Gruppe eine besondere Verbindung. Als der Kino-Film „Der Medicus“ 2012 dort gedreht wurde, waren Sänger und Dudelsack-Spieler Frederick Esselmann und Markus Schütz, ebenfalls am Dudelsack, mit dabei. Über ein Video-Portal im Internet hatten die beiden sich kennengelernt, berichtet Esselmann, der zu der Zeit in Witzenhausen wohnte und in der mittelalterlichen Schänke Klausenhof unterhalb der Burg Hanstein arbeitete.

Ein Name war schnell gefunden: Irgendetwas mit „Draconis“, also Drache, sollte es sein, so Esselmann. Schlussendlich gaben sie sich den Namen Saltatio Draconum - Drachentanz. 2011 kam mit Carsten Schütz-Kowalek ein Trommler hinzu. Vor zwei Jahren dann der dritte Schütz-Bruder, Timo, ebenfalls am Dudelsack. Seit Herbst 2015 ist Toni Karalus der neue Mann am Schlagwerk, nachdem sich Band und vorherige Trommler nach Auftritten zur Herbstmesse in Kassel getrennt hatten.


Danach wurde es ruhig um die Band: Bis Ende Januar dieses Jahres zogen sie sich ins Tonstudio von Gary Nagy im thüringischen Mülverstedt zurück, um ihre erste CD „Primus“ (Der Erste) aufzunehmen. Dabei wurde die Plattenfirma STF-Records auf sie aufmerksam, die sie unter Vertrag nahm.

Die CD bezeichnen die Musiker als „Zeitreise vom Mittelalter bis heute“. Neben traditionellen Stücken wie der Douce Dame Jolie gibt es mit Der Medicus von Mario Sigismund auch ein Lied, das nur von Saltatio Draconum professionell gespielt werden darf. Auf dem letzten Stück Schwedentanz ist sogar eine verzerrte Gitarre zu hören.

Mittlerweile sind die Musiker so firm an ihren Instrumenten, dass sie sogar Schlagwerk und Dudelsäcke selbst bauen. Der Grund: „Ich hatte mir zuerst einen Sack gekauft, der Schrott war“, verrät Markus Schütz. Also beschäftigte er sich intensiv mit dem Aufbau der Geräte. Mit dem Vorteil, dass er auch gekaufte Instrumente heute optimal stimmen kann.

So viel Spaß das Musizieren mit Dudelsack und Schlagwerk auch macht: Für die Fünf soll es erst einmal weiter ein Nebenberuf bleiben, „sonst leidet die Familie“, erklärt Markus Schütz. Und zwar einer, für den sie am Wochenende auf dem Hanstein spielen, und auch für die kommende Herbstmesse in Kassel wurde Saltatio Draconum schon wieder gebucht. (nde)

Info: Die CD ist erhältlich bei Media Markt, Saturn, Amazon, STF-Records und bei den Auftritten der Gruppe. (nde)

www.saltatio-draconum.de



 

Artusritter stürmten Burg Hanstein am Wochenende

 

Bornhagen. Einen im doppelten Sinn gewaltigen Ansturm erlebte am Wochenende die Burg Hanstein, wo der Heimatverein Hanstein/Bornhagen sein mittelalterliches Burgfest feierte.

Zum einen waren da die Menschenmassen, die an den drei „Kämmereien“ für lange Warteschlangen sorgten. Tausende Besucher waren wieder von nah und fern gekommen, um klirrende Schwerter, altertümliche Klänge, mittelalterliches Markttreiben und zahllose Gestalten in historischen Gewändern hautnah zu erleben. Egal ob Zaubershow, Gauklerschule, Artistik, Armbrustschießen oder Klettern auf der Strickleiter - wie immer kamen vor allem die jüngeren Besucher voll auf ihre Kosten. Aber auch an deren Eltern und Großeltern war in diesem Jahr wieder gedacht worden. Mittelalterliche Musik von den Spielleuten Saltatio Draconum, diverse Leckereien aus längst vergangenen Zeiten, die zahlreichen Stände des Mittelaltermarktes und natürlich das spektakuläre Feuerwerk am späten Samstagabend ließen keine Wünsche offen.

Einen weiteren Ansturm erlebte aber auch das mittelalterliche Hansteiner Gemäuer selbst. Erstmals seit knapp zehn Jahren waren die Artusritter wieder gekommen, um mit viel Getöse und halsbrecherischen Stunts die Burg zu erstürmen. Während die Angreifer versuchten, mit Leitern und Seilen die Mauern zu erklimmen, wurden sie von den oben stehenden Verteidigern mit (Papp-)Felsbrocken beworfen und zunächst zurückgedrängt.

Als schließlich mehrere Angreifer den Weg nach oben geschafft hatten, sorgten wilde Schwertkämpfe und Abstürze aus mehreren Metern Höhe, die jedoch allesamt sanft in Strohballen und Pappkartons endeten, für stürmischen Beifall. „Die sind ja richtig gut“, hörte man anschließend einen der vielen Zuschauer sagen. Und sein kleiner Sohn ergänzte: „Wenn ich mal groß bin, will ich auch ein Ritter werden.“ 

Mittelalterliches Märchenfest auf der Trendelburg

Ein wahrlich märchenhaftes Vergnügen erwartet die Besucher beim mittelalterlichen Märchenfest auf der Burg Trendelburg an Christi Himmelfahrt. Am Donnerstag, 5. Mai, beginnt das Programm um 11 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Das beliebte Märchenfest entführt kleine und große Gäste einen Tag lang in die Zeit des sagenumwobenen Mittelalters und in die Welt der zauberhaften Märchen. „Kommen Sie - staunen Sie“, lautet das Motto.

Und das alles erwartet die Besucher: märchenhafte Erlebniswelten, Märchen-Zauberstunden, Figuren- und Puppentheater mit Castello, mittelalterliches Markttreiben, Kunst- Schmieden für Kinder, ein Kinder-Ritterturnier und Showkampf mit der Freyschar zu Bokenrode, Spinnradkunst, Reiten für Kinder, mittelalterliche Vagantenmusik und Schelmereien mit Saltatio Draconum, Bogenschießen, Führungen mit Ritter Dietrich, „Rapunzel-Zauberzeit“ mit Autogrammstunde und Erinnerungsfoto, Bergfried-Besteigungen, Schlangenshow, Feuerakrobatik mit Robaria, Eulenbann und Federspiel „Die Falkner“, „Der Medicus Marvin“, Köstlichkeiten aus der Burgküche und um 22 Uhr ein großes Feuerwerk über der Burg zum Abschluss des Märchenfestes.

In fast jedem Winkel innerhalb und außerhalb der Trdenlburg gibt es beim Märchenfest etwas Spannendes zu entdecken, zum Beispiel im Burghof und im Burggraben. Die Veranstaltung bildet bereits seit fünf Jahren ein Highlight im Trendelburger Veranstaltungskalender und lockt die Besucher in Scharen herbei. Ganze Familien wählen die historische Märchenburg als Ziel für ihren Himmelfahrtsausflug und lassen sich von der besonderen Atmosphäre und der umwerfenden Aussicht ins Diemeltal verzaubern.

Traditionell werden viele Besucher auch selbst zu einem Teil des „Programms“: Sie erscheinen nämlich in phantasievollen mittelalterlichen Gewändern, von denen die schönsten im Laufe des Tages prämiert werden. Historische Kleidung ist aber natürlich kein Muss – auch in Outfits aus dem 21. Jahrhundert ist jedermann bei freiem Eintritt auf der Trendelburg herzlich willkommen.

Noch sechs Tage zum Staunen

 

Schon in der Eingangshalle wird die Herbst-Ausstellung ihrem Namen gerecht: Wärmende Hüte und Schals, Dekoratives, Kunsthandwerkliches sowie Leuchten, Keramik, Schmuck und Windspiele werden dort angeboten. Und passend zur dunklen Jahreszeit kann man durch eine große Auswahl an Kerzen stöbern.

Ein großer Besuchermagnet ist natürlich die Sonderschau „Gelebtes Mittelalter“ in der der Halle 8/9 . Täglich kann man dort einem Falkner bei der Arbeit zuschauen, erlebt eine „Gerichtsbarkeit“ oder beeindruckende Schaukämpfe.


Die Musikgruppe „Saltatio Draconum“, bekannt aus dem Film „Der Medicus“, Duivelspack, Denja and Friends sowie ein vielfältiges Tages-Programm sorgen für ein kurzweiliges Erlebnis. 

Mittelalter in den Messehallen: Herbstausstellung eröffnet am Samstag

Mit Schild und Schwert: Bei der Kasseler Herbstausstellung vom 31. Oktober bis 8. November in den Messehallen werden die Besucher diesmal auch mit mittelalterlichen Schaukämpfen unterhalten. Foto: nh

Kassel. 

Schaukämpfe und gespielte Gerichtsverfahren inklusive rabiater Strafen wie das Teeren und Federn: In die Vergangenheit lockt ab Samstag die Kasseler Herbstausstellung.

Die Sonderschau in diesem Jahr hat das Thema „Gelebtes Mittelalter“. In Halle 8/9 wird es auf 2000 Quadratmetern Spektakel und Lagerleben mit Falknern, Händlern, Handwerkern und Gauklern geben. Die Gruppen Saltatio Draconum (bekannt aus dem Film „Der Medicus“) Duivelspack sowie Denja and Friends spielen auf.


Saltatio Draconum rocken das studio

 

 

Wer einer guten Session beiwohnen möchte und dabei ein kühles Getränk trinken will, darf dieses Ereignis am 18.04.15 nicht verpassen!!!
Warum? Ganz einfach, weil wir dort spielen werden!
Wo? In Mülverstedt im Studio von STF Records werden wir dem Musikerstammtisch und den dortigen Gästen unsere Musica darbieten.
Gute Getränke, gute Stimmung, und richtig gute Leute machen den dort stattfinden Musikerstammtisch zu einem unvergesslichen Ereignis, das man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.

Saltatio Draconum spielt am Medicus-Drehort auf Burg Hanstein


Saltatio Draconum übernahm auf dem Hanstein den musikalischen Part. Foto: Vera Wölk

Bornhagen (Eichsfeld). Nachdem die Veranstaltung vergangenes Jahr etwa 600 bis 700 Besucher angezogen hatte, entschied sich die Gemeinde Bornhagen für eine weitere Auflage der Veranstaltung. „Wir wollten die Vorführung des Films eigentlich nicht noch einmal wiederholen, doch die Gemeinde war dafür.

 

Es ist auch eine gute Möglichkeit, einmal andere Besucher auf die Burg zu locken, als die, die zum Burgfest kommen“, erklärte Heiner Schild, Vorsitzender des Heimatvereins. Ein Grund, weshalb der Verein die Vorführung nicht wiederholen wollte ist, dass für jede Veranstaltung Helfer benötigt werden und diese zu finden, sei schwierig.

 

„Wir haben vor gerade einmal zwei Wochen das Burgfest gefeiert und denjenigen, die dort geholfen haben zu sagen, ihr seid jetzt wieder an der Reihe, ist einfach nicht möglich“, soSchild. So kam es, dass für die Organisation der Vorführung unter anderem die Feuerwehr mit verantwortlich war. Das Programm wurde zum Vorjahr nur an einer Stelle verändert: Statt mit Jazzmusik wurden die Besucher diesmal mit mittelalterlichen Klängen von der Band „Saltatio Draconum“ verwöhnt.

 

„Wir durften damals bei den Dreharbeiten hier auf der Burg dabei sein und sind auch in zwei Szenen des Films zu sehen“, berichtete Bandmitglied Frederik Esselmann. Zum Film gekommen waren sie, weil Esselmann, der damals im Klausenhof arbeitete, gefragt worden war, ob er Mittlelaltermusiker kenne. „Da ich ja selbst Mittelaltermusiker bin, fuhren wir dann zum Casting und erhielten den Zuschlag“, erinnert er sich.

 

Zu sehen sind die Musiker in einer Nachtszene als Gassenleute sowie bei einer Szene auf dem Markt. „Wir hatten in den Pausen während der Dreharbeiten Gelegenheit, mit den Darstellern zu sprechen. Das war ein tolles Erlebnis“, denkt Esselmann noch heute gern zurück. Zur Einstimmung auf den anschließenden Film spielten die Musiker, die derzeit ihre erste CD planen, Samstagabend auch die beiden Lieder, die später im Film von ihnen zu hören waren.

 

Die Führungen zu den Drehorten auf der Burg übernahm Heiner Schild. Er zeigte den Interessierten aber nicht nur wo gedreht wurde, sondern gab ihnen auch Tipps, wie sie die Burg im Film wiedererkennen könnten. Die Zuschauer, die den Film bereits gesehen hatten, freuten sich auf die Möglichkeit, den Film einmal aus einem anderen Betrachtungswinkel zu erleben und waren gespannt, ob es ihnen gelingen würde, die Burg tatsächlich zu erkennen.


Konzert auf dem Hanstein beschließt Veranstaltungsreigen

Bornhagen (Eichsfeld). Mittelalterlichen Dudelsack- und Trommelklängen der neuen Gruppe "Saltatio Draconum" aus dem nordhessischen Witzenhausen und Umgebung sowie der bekannten nordwestthüringischen Irish-Folk-Band "Grienhild" lauschte am Samstagabend ein leider nicht sehr zahlreiches Publikum vor den Mauern der Burgruine Hanstein.


Am Samstag gab es einen Musikabend auf Burg Hanstein mit der neuen Mittelalter-Band Saltatio Draconum (im Bild) und der Folkrockband Grienhild. Foto: Jürgen Backhaus

Das mag an der kühlen Witterung und dem gleichzeigen Eschweger Festival "Open Flair" gelegen haben. Seis drum: Wer da war, erlebte einen schönen Abend. Mit diesem beschloss der Heimatverein Hanstein-Bornhagen e.V. nach dem Chortreffen und dem großen Mittelalterfest einen Reigen aus drei Veranstaltungen. Und in dieser Woche sollen auf Beschluss des Gemeinderates Bornhagen weitere Sanierungsmaßnahmen zur Erhaltung, barrierefreien Erreichbarkeit und weiteren Erschließung der schönsten Burgruine Mitteldeutschlands beginnen. Zu denen trägt der Heimatverein mit einer Spende von 20.000 Euro aus Veranstaltungserlösen bei, berichtet der stellvertretende Vorsitzende Uwe Wolf.

 

Damit künftig auch Besucher mit Rollstühlen, Kinderwagen und Rollatoren problemlos in die Burg gelangen, wird der Weg vom Dorf bis zur Burg entsprechend umgebaut. Dabei wird auch eine neue Trinkwasserleitung verlegt, wie Bürgermeister Mario Apel berichtet. Für den Wegebau gibt es Mittel aus dem Förderprogramm "Leader". Für die Sicherung und Erschließung des Südturmes und die Erneuerung des sogenannten Kunigundenfensters in dessen Nähe stehen laut Bürgermeister 86000 Euro aus einem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes sowie vom Freistaat Thüringen bereit, wofür Ende August der Förderbescheid erwartet wird. Mit 10"000 beteiligt sich die Gemeinde, mit 4000 Euro die untere Denkmalschutzbehörde. Wie Bürgermeister Apelsagte, soll der bisher nicht öffentlich zugängliche Südturm im Mauerwerk und den oberen Gewölben gesichert werden. Bis in die dritte Ebene werden nach den Arbeiten die Besucher mit Hilfe von Handläufen selber hinauf gehen können, das letzte Stück bis ganz oben, das sehr eng sei, nur bei Führungen. Anders als vom etwa 30 Meter entfernten Nordturm habe man vom Südturm eine herrliche Aussicht über das Dorf. Im Kunigundenfenster wird das Steinkreuz erneuert, um das Fenster zur Absturzsicherung und zum Windschutz schließen zu können.

 

Begonnen wird beim Wegebau zunächst mit dem Aufgang direkt vor der Burg, der sogenannten Zugbrücke. Hier, hinter der Veranstaltungsbühne, drückt die Stützwand nach außen und muss zum Teil erneuert werden. In einem späteren Bauabschnitt sollen auch barrierefreie Wege innerhalb der Burg sowie dort eine behindertengerechte Toilette gebaut werden, damit bei Trauungen und anderen Veranstaltungen im Burgsaal nicht immer der Weg zum Toilettenhäuschen unter der Burg angetreten werden muss

 

Als im vorigen Jahr Burg Hanstein einer der Drehorte für die Verfilmung des Romans "Der Medicus" von Noah Gordon war, der am 25. Dezember in die Kinos kommt, war das quasi auch die Geburt der Mittelalter-Band "Saltatio Draconum". Zunächst hatten sich Frederik Esselmann, der im Wirtshaus Klausenhof unterm Hanstein arbeitet, und ein Freund nur als einfache Komparsen gemeldet. Als dann aber auch mittelalterliche Musik gefragt war, in der sie bereits geübt waren, fand sich eine kleine Band zusammen, die inzwischen ausFrederik Esselmann, Markus Schütz, Carsten Schütz-Kawalek, Johannes Baehr (der übrigens die Riesentrommel der Gruppe selber gebaut hat) und Stefan Becker besteht. Sie werden noch öfter auf dem Hanstein zu erleben sein.


Mittelaltermarkt findet am Wochenende im Steinbruch Cornberg statt

Hoch die Lanze: Die Ritter warten schon, beim Mittelaltermarkt in Cornberg. © Foto: nh

Cornberg. Der Mittelaltermarkt im Steinbruch in Cornberg findet bereits zum fünften Mal statt. Wie gewohnt eröffnet das Konzert in der Klosterkirche in Cornberg den Markt.

Beginn ist am Freitagabend, 5. Juni, ab 20 Uhr. Einlass ab 19 Uhr. Saltatio Draconum, Saitenkrampf, Denja and friends führen musikalisch durch das Mittelalter und wollen laut Pressemitteilung für gute Stimmung sorgen.

Am Samstag, 6. Juni, von 14 bis 24 Uhr und am Sonntag, 7. Juni, von 11 bis 18 Uhr steht dann das Markttreiben im Steinbruch an. Auch für Kinder sind wieder viele Angebote dabei: ein Zauberer, ein Seiler, eine Kinderschmiede, Märchenerzählerin, Ritterschlag der Kinder. Zu bestaunen gibt es auch einige Ritterlager.


Ansprechen und fragen

Kinder und Erwachsene können und dürfen die Ritter auch ansprechen und Fragen stellen. Für alle Besucher gibt es neben den Kinderangeboten noch den Falkner und viele Händler unter anderem mit Met, Süßwaren, Waffen, Likören oder Senf. Vor Ort ist auch ein Scherenschleifer, der auch von Gästen mitgebrachte Messer und Scheren gegen Gebühr schärft.

Sehenswert ist sicher auch die Feuershow, die am Samstagabend mit Einbruch der Dunkelheit stattfindet. Und natürlich gibt es reichlich zu essen und zu trinken. Zwei Tavernen und zwei Essensstände sowie Kaffee und Kuchen sorgen für das Wohlbefinden der Gäste.

Mittelalterliche Musik umrahmt das tägliche Programm - unter anderem unblutige Ritterkämpfe, Zauberei, Falknerei und so weiter - und sorgt dafür, dass man sich im Steinbruch wie im Mittelalter fühlt. (red/rey)


Mittelaltermarkt lockt Ritter und Besucher nach Cornberg

Gut gerüstet: Vor dem Schaukampf posierten die Ritter der verschiedenen Gruppen gemeinsam für die Fotografen. Dann gingen sie aufeinander los. Fotos: Achim Meyer

Cornberg. In der Szene der Mittelalterfans hat er sich fest etabliert, der Mittelaltermarkt im Steinbruch in Cornberg. Zum fünften Mal fand er in diesem Jahr am Wochenende statt.

Die Anzahl der teilnehmenden Darsteller, Händler und Handwerker ist im Vergleich zum Vorjahr wieder gewachsen.So viele Zelte standen auf dem Gelände rund um den Steinbruch, dass dieses an die Grenzen seiner Aufnahmefähigkeit geriet. Ortsjugendpfleger Frank König war vor einigen Jahren Mitinitiator und an der Organisation wieder maßgeblich beteiligt. In diesem Jahr habe man besonderen Wert auf ein großes Angebot für Kinder gelegt.

Schmiedin Iris Speck und ihr Partner Kristian Marx hatten Feuerstelle, Hammer und Amboss mitgebracht und ließen Kinder aus glühend heißem Stahl Schmuck und Messer fertigen. Außerdem hatten Kinder die Möglichkeit, zu töpfern und mit Bogen und Armbrust zu zielen.

Auf dem Platz oberhalb des Steinbruchs zeigten Mittelalterdarsteller aus ganz Deutschland, wie früher mit unterschiedlich beschaffenen Schwertern gekämpft wurde. Andere ließen sich beim komfortlosen Lagerleben in Leinenzelten beobachten, so wie die Rockensüßer Gruppe „Rockensozer Bauernvölkchen“, die sich auf Mittelalterveranstaltungen ins 13. Jahrhundert zurückversetzt.Neu auf dem Markt war eine reine Frauengruppe aus Frankfurt, die als „Huren vom Markt“ auftraten. Den männlichen Marktbesuchern warfen die Damen einladende und aufreizende Blicke zu. Die Huren, versichern Gesa und Sonja aus Frankfurt, seien im Mittelalter fester Bestandteil der Märkte und an gelben Bändern und Schärpen erkennbar gewesen.

Begonnen hatte das Fest bereits am Freitag mit einem Konzert im Cornberger Kloster. Die Gruppen Saltatio Draconum, Denja and Friends und Saiten Krampf waren aufgetreten, außerdem eine Schauspielgruppe aus Cornberg.


MittelaltermarktesCornberg. Den Start des Mittelaltermarktes im Cornberger Steinbruch markierte in diesem Jahr ein Konzert im Kloster nebenan.

Drei Gruppen traten am Freitagabend dort auf und stimmten die Besucher ein auf ein Wochenende, das im Zeichen der Schwerter und Rüstungen, Heldensagen und Legenden, heilender Kräuter und Steine stand.

Die Gruppe Gugelhupf (Foto) mit Leopold und Kajetan Kunert sowie Christine Sturm-Kunert aus Schenklengsfeld spielte Melodien aus dem 13. und 14. Jahrhundert mit stimmungsvollem Gesang mal in lateinischer, mal in altspanischer Sprache.

Lautstark war der Auftritt der Mittelalter-Band Saltatio Draconum aus Witzenhausen. Die Musiker der Rotenburger Gruppe Key to Green spielten irische Lieder. (zmy)


Der Drache und der Medicus auf Burg Hanstein

Frederik Esselmann spielt mit der Band Saltatio ­Draconum auf Burg Hanstein. Der 27-Jährige ist aber auch mit Soloprojekten unterwegs.

Bornhagen: Burgruine Hanstein |

Die Mittelalter-Band Saltatio Draconum spielt zum Mittelalterfest auf der alten Burg Hanstein bei Bornhagen und im Historienfilm „Der Medicus

Fantasie versetzt Mauern? Und ob! Für Dreharbeiten zum Historien­drama „Der ­Medicus“ wurde die Burg Hanstein vom Eichsfeld kurzerhand ins mittel­alterliche England versetzt. Aber zum Glück nur digital. Die trutzigen Türme selbst stehen nach wie vor fest auf dem gewaltigen Felsmassiv bei Bornhagen. Ein beeindruckender Ort, um am 2. und 3. AugustMittelalterfest zu feiern. DerHeimatverein Hanstein/Bornhagen stellt es unter das Motto "Tourney und Gaukeley". Mit dabei sind die Spielleute von Saltatio Draconum, die auch im „Medicus“ zu sehen und zu hören sind.

Auftritt in der Taverne

„Zwei Szenen haben wir musikalisch untermalt“, beginnt Frederik Esselmann, Frontmann von Saltatio Draconum, von den Dreharbeiten im Frühjahr 2012 zu erzählen. „Hier war es warm, aber im Film herrschte Winter. Also mussten wir uns in viele ­Lagen hüllen.“ Wie das aussah, kann der Zuschauer in zwei kurzen Sequenzen entdecken – unter anderem in der Taver­ne, in der Hauptfigur Rob Cole auf die Gabe zu sprechen kommt, den heran­nahenden Tod zu spüren. Saltatio Draconum spielen im Film den Toten-­ und den Schwedentanz, zwei traditionelle Stücke. „Die mittelalter­lichen Marktsäcke für den Film wurden extra von einem Dudelsackbauer im Erzgebirge angefertigt.“

Der Marktsack als Kriegswaffe

Genau diese ­Instrumente sind es, die Frederik ­Esselmann für die Musik des Mittelalters begeistern. Viele Blasinstrumente hat der Ostwestfale, der jetzt in Werleshausen lebt, schon ausprobiert. Er spielt Blockflöte, Trompete und Dudelsack. „Aber der Marktsack ist etwas tiefer in der Stimmung, voluminöser, kraftvoller und brachialer im Klang als der schottische Dudelsack. Das fasziniert mich.“ In seinem Ursprung, so erklärt der 27-Jährige, war der Marktsack eine Kriegswaffe. Sein gewaltiger Klang in großen Stückzahlen konnte Gegner in die Flucht treiben.


Mittelalterliche Atmosphäre im Kino

Mit Dudelsack und Trommeln: Die Gruppe Saltiato Draconum, die auch im Film mitwirkte, heizte den Kinogängern mit mittelalterlicher Musik ein. Foto: Geier

 

Witzenhausen. Wie im Mittelalter ging es am Freitagabend im Capitol Kino in Witzenhausen zu. Ritter mit Lanze und Schild bewachen den Eingang, beäugen zweifelnd die Schlange, die in den Kinosaal drängt. Es ist die Premiere des deutschen Films „Der Medicus“, der für einen vollen Kinosaal sorgt.

Zur Einstimmung spielte die Formatio Saltatio Draconum. Das fünfköpfige Ensemble heizte mit Dudelsack und Trommeln den Massen ein. „Jubel“, dröhnt die Stimme eines Ritters und die Menge folgt. Professionell wurde das Mittelalter durch das Team des Mittelaltermarkts im Steinbruch Cornberg vertreten. Sascha Heckmann und seine Gesellen sorgten für die nötige Atmosphäre, mit früher französischer Musik, die die Zuhörer beklatschten.

Mittelalterfans zog es in Scharen in den Kinosaal 1, wer am Freitagabend keine Reservierung hatte musste draußen bleiben. In Witzenhausen war die Premiere des Mittelalterfilms „Der Medicus“ sehr gefragt. Ritter saßen neben Hofdamen - kein Platz blieb frei. Eins hatten alle gemein, jeder schien dem Beginn des Films entgegen zu fiebern.


Mit scharfen Augen verfolgten die Bornhagener Gäste bei der Premiere wo sie die Mauern ihres Hansteins erhaschen konnten. Im Juni 2012 wurden auf der thüringischen Burg einige Szenen gedreht und die Einheimischen waren begierig zu sehen, was aus den Dreharbeiten geworden war.

Aber auch andere Zuschauer waren gespannt Anja Klingbeil aus Neu-Eichenberg war zu dem mittelalterlichen Spektakel gekommen, um sich von der mittelalterlichen Atmosphäre mitreißen zu lassen. „Es ist eine wunderbare Einstimmung“, erzählte die 37-Jährige. Auf was sie sich am meisten freue, wusste sie schnell eine Antwort: Sie wollte wissen, wie man ein 800-Seiten-Buch auf die Leinwand bringt. „Ich habe das Buch Ende der 90er zum allerersten Mal gelesen und mich in diese Welt verliebt“, berichtete sie. Pünktlich zur Premiere in Witzenhausen hat sie das Buch noch einmal gelesen.

Vollkommen unbekümmert saß Michael Klavaß im vollen Kinosaal. Der 21-Jährige war einfach neugierig und wollte sich von dem Gezeigten überraschen, vielleicht sogar verzaubern lassen. „Wenn es mir gefällt, nehme ich mir das Buch vor“, sagte er mit einem Lächeln.

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Der Marktsack als Kriegswaffe

Die Spielleute von Saltatio Draconum (von links): Frederik Esselmann, Markus Schütz, Christian Noll und Carsten Schütz (nicht im Bild: Johannes Baehr und Timo Schütz). Saltatio Draconum bedeutet: Der Tanz des ­Drachen. (Foto: privat)

Genau diese ­Instrumente sind es, die Frederik ­Esselmann für die Musik des Mittelalters begeistern. Viele Blasinstrumente hat der Ostwestfale, der jetzt in Werleshausen lebt, schon ausprobiert. Er spielt Blockflöte, Trompete und Dudelsack. „Aber der Marktsack ist etwas tiefer in der Stimmung, voluminöser, kraftvoller und brachialer im Klang als der schottische Dudelsack. Das fasziniert mich.“ In seinem Ursprung, so erklärt der 27-Jährige, war der Marktsack eine Kriegswaffe. Sein gewaltiger Klang in großen Stückzahlen konnte Gegner in die Flucht treiben.

Der Tanz des Drachen

Seine Musikvideos stellte der Restaurantfachmann auf Youtube ins Netz. Markus Schütz entdeckte sie und kurz darauf musizierten die beiden zusammen. Mann für Mann ist die Band in den vergangenen zwei Jahren gewachsen. Ihr Name Saltatio Draconum bedeutet soviel wie „Der Tanz des Drachen“. Die Anzahl der Auftritte wuchs

hritt für Schritt etwas Großes gemacht. Darauf sind wir stolz.

Tillyschanzen-Fest: Feucht, aber fröhlich

Mittelalterliche Klänge: Die Band „Saltatio Draconum“ ließen den Dudelsack heulen und die Trommel dröhnen. Fotos: Eismann

Hann. Münden. Trotz Regenwetters herrschte beim Sommerfest an der Tillyschanze gute Stimmung. Spannend, rockig und lustig ging es zu.

Zu einem „schönen Spätsommer-Regentag“ begrüßte am Sonntag Manfred Albrecht, 1. Vorsitzender der Schutz- und Fördergemeinschaft Tillyschanze, die Gäste beim Sommerfest des Vereins. Der Stimmung rund um Turm und Gaststätte tat das Wetter jedoch kaum Abbruch. Die Bands „Lost Brian“, „Die Lärmenden Luder“ und „The Challenge“ rockten auf überdachten Bühnen.„Saltatio Draconum“ flüchteten kurzerhand unter die Zeltplanen und ließen von dort zu Toten- und Teufelstänzen die Trommel dröhnen und den Dudelsack heulen. „Wer dieses Stück erkennt, ist sehr, sehr alt“, betonte „Loki der Schelm“ den mittelalterlichen Klang ihrer Musik.

Auch die Mitarbeiter der VR-Bank in Südniedersachsen standen hier trocken, die in drei Schichten Getränke und Grillgut an die Gäste brachten - natürlich inklusive des Siegergerichts der letzten Bratkartoffelwette. Beim Arbeiter-Samariter-Bund gab es Holzschwerter zu verzieren, Popcorn und bunte Luftballons, die den ganzen Nachmittag lang über dem Gelände tanzten. Selbst über dem Sandhaufen mit den versteckten Schätzen: Dass der feuchte Sand an der Kleidung klebte, störte die Kinder nicht. Sie wühlten mit Händen, Schäufelchen und Sieben eifrig nach Versteinerungen und alten Münzen.

Spannende Geschichten gab es im historisch eingerichteten Turmzimmer: Märchentante „Trudelinde“ etwa erschien stilecht mit perlenverzierter Haube und las aus einem großen Buch von dem goldenen Ritter Dragan und seinem Kampf mit den Riesendrachen.

Tombola mit 700 Preisen

Für die Tombola hatten die Mündener Geschäftsleute 700 Preise gestiftet, von Klebe-Tattoos bis zu Pool-Nudeln. Den Erlös will der Verein wieder in die Baumaßnahmen am Turm investieren, so Manfred Albrecht: „Wenn wir diesen Herbst damit fertig werden, haben wir 300 000 Euro verbaut.“ Ein paar matschige Stellen auf der Festwiese fallen da kaum ins Gewicht. (zee)


Sommerfest für die ganze Familie rund um die Tillyschanze

Der Steinewerfer vor der Tillyschanze. Archivfoto: Sangerhausen

Die Schutz- und Fördergemeinschaft Tillyschanze lädt für Sonntag, 21. September, zu Aktionen für jung und alt ein, und hat ihr Programm aktualisiert. Die Gewinner der Mündener Bratkartoffelwette werden an der Pfanne aktiv.

Das Sommerfst beginnt um 11 Uhr. Der Eintritt ist frei. Das Programm hatte der Verein im Lauf der Woche noch einmal aktualisiert:Alte Münzen und andere Raritäten können Kinder bei der Schatzsuche im Sandhaufen finden. Der Mitmach- und Kinderzirkus lädt dazu ein, einmal selbst Artist zu sein. Außerdem können die Kinder Popcorn herstellen, Tattoos aufkleben und Luftballons starten lassen.

Spannend und schaurig wird es mit Trudelinde Märchentante, die unter anderem Märchen der Brüder Grimm vorliest, und mit Graf Grusel von der Tillyschanze, der schauerliche Geschichten erzählt (erst um 15.30 Uhr, nicht um 12). Ganz Mutige können es auf eine Begegnung mit Winteloo, dem Turmgepenst, ankommen lassen. Aber auch Erwachsene dürfen zuhören: Hans-Jürgen Kempel vom Tillyschanzen-Worttheater liest ab 14 Uhr wenig bekannte Gedichte von Wilhelm Busch.

Die Band Saltatio Draconum spielt von 11 bis 12.30 Uhr Musik, wie sie im Mittelalter geklungen haben könnte. Von 13 bis 14.30 Uhr tritt Lost Brain auf. Die Band besteht aus ehemaligen Mitgliedern der Schulband des Grotefend Gymnasiums.

Die Lärmenden Luder treten mit Coverrocksongs von Joan Jett, den Ärzten, Green Day, den Cranberries und anderen von 15 bis 16.30 Uhr auf.

Ab 17.30 Uhr spielen The Challenge Country, Blues und Rock ’n’ Roll - es darf getanzt werden.

Gegen Hunger und Durst gibt es Gegrilltes verschiedener Art, kalte Getränke mit und ohne Alkohol sowie heiße Getränke. Die Gewinner der Bratkartoffelwette, das Team der VR-Bank Südniedersachsen, hat sich kurzfristig zum Mitmachen gemeldet und bietet die besten Bratkartoffeln Hann. Mündens zum Grillgut an.

Ab Mittag werden die Gewinne der Tombola ausgegeben. Während des Festes können auch noch die Restlose gekauft werden.

Für alle, die nicht so gut zu Fuß sind, gibt es einen Fahr-Service im Oldtimerbus: Ab 11 Uhr fährt dieser etwa im Stundentakt (Fahrtzeiten können bei Bedarf angepasst werden) von der Holzbrücke auf dem Tanzwerder ab hinauf zur Tillyschanze und zurück.

Zum letzten Mal nach oben geht es so um 15.45 Uhr, die letzte Talfahrt ist um 17.30 Uhr. Das Fest läuft übrigens ganz unabhängig vom Wetter: Die Fördergemeinschaft Tillyschanze stellt zwei Festzelte auf. (tns)

 


Schloss Berlepsch. Leben unter den Baumwipfeln wie Robin Hood mit seine Bande - das ist ab Samstag 11 Uhr direkt neben Schloss Berlepsch möglich. Dann nämlich eröffnet Peter Becker mit seinem Team die Baumhausherberge Robins Nest zeitgleich mit dem Frühlingsfest auf dem Schloss.

Der 175.000 Euro teure Plan für die zehn Baumhäuser steht seit 2011. Die ersten drei vom Architekten Hans-Peter Schubert entworfenen Häuser sind nun bezugsfertig.

„Es soll ein Tag der offenen Tür werden“, sagt Becker. Geplant sei, den Besuchern alle Baumhäuser sowie das Rezeptionshaus zugänglich zu machen. „Deswegen kann am ersten Wochenende noch niemand dort übernachten“, erklärt der 29-Jährige aus Gertenbach. Am Abend spielt dann die Gruppe Saltatio Draconum mittelalterliche Musik. „Am Lagerfeuer gibt’s Stockbrot und einige Liedermacher werden singen“, sagt BeckeGemütliche Atmosphere herrscht aber nicht nur am Lagerfeuer. Auch in den drei Hütten wird es kuschelig. Alle sind für vier Personen ausgelegt, nur wenige Quadratmeter groß und verfügen über geschlossene Fenster und elektrisches Licht. Die unsymmetrischen Wände sorgen für ein ungewöhnliches Raumgefühl. Auch im Winter muss niemand frieren. „In jedem Haus steht ein Elektro-Ofen“, versichert Becker. Auch die künftig Rezeption ist für Übernachtungen buchbar bis weitere Baumhäuser auf dem 2500 Quadratmeter großen Areal fertig gebaut sind. Diese sollen im nächsten Jahr folgen.

Neuer Ofen am Martinstag

Mittelalterliche Klänge: Gemeinsam wurden zum Abschluss des Festes Lieder über den Heiligen St. Martin gesungen. Fotos: Huck

Hann.Münden. Rübengesichter leuchteten bei Einbruch der Dunkelheit beim Martinsfest im Mittelalterdorf Steinrode. Kinder und Erwachsene hatten Rüben ausgehöhlt, lustige Gesichter hinein geschnitzt und sie mit Teelichtern im Inneren zum Leuchten gebracht. Zudem feierte der neue Lehmbackofen Premiere.

Auf Holzpfähle gesetzt säumten die großen Rüben den Weg zum Lagerfeuer. Dort wurde Stockbrot gebacken, das sich die Besucher zu Kürbis-Möhrensuppe und Käsefondue schmecken lassen konnten. Außerdem gab es Brot, Obst- und Flammkuchen aus dem neuen Lehmbackofen, der am Nachmittag eingeweiht wurde. Gebaut wurde er von Wolfgang Klaar aus Hedemünden, der viel Zeit in das Projekt investiert hat. Vom Lionsclub Hann. Münden bekam der Verein Libellula, Veranstalter und Betreiber des Mittelalterdorfs, für den Bau des Ofens 1000 Euro gespendet, die Firma Conrad Liphard und Söhne aus Großalmerode hat die Schamottsteine für den neuen Ofen gestiftet.

Das Handwerk der Seilerei war zu sehen und konnte ausprobiert werden. Außerdem bekamen die Besucher Gelegenheit Armbänder zu knüpfen, Medaillons zu schnitzen und Bogenschießen zu üben. Für das passende Ambiente sorgten neben den mittelalterlich gewandeten Mitgliedern des Vereins die Mittelalterband „Saltatio Draconum“ aus Witzenhausen sowie Mitglieder der Eichsfelder Ritterschaft.

Schon am Eingang gab es handgemachte Souvenirs, im Vogthaus wurde die Martinsgeschichte erzählt und zum Abschluss des Festes sangen Besucher, Gäste und Mitglieder des Vereins zusammen Martinslieder. „Wir haben uns sehr gefreut, dass trotz Regen und Kälte so viele heute den Weg in unser Mittelalterdorf gefunden haben“, betonte Ulrike Zander-Platner, Waldpädagogin im Verein und Mitorganisatorin des Martinsfestes.

Mehr als 300 Besucher waren am Sonntag nach Steinrode gekommen. Mit dem Martinsfest ist die diesjährige Saison in Steinrode zuende gegangen. Bis zum kommenden Frühjahr wird es keine öffentlichen Veranstaltungen geben. Für private Veranstaltungen könne das Dorf aber auch im Winter gemietet werden, betonte Ulrike Zander-Platner. Kontakt: 05545/969494 (zwh)


Krippenplätze sind ein Kraftakt

Bürgermeister mit Trommelstock: Die Mittelalter-Band Saltatio Draconum ließ auch Bürgermeister Fred Dettmar mal auf die Pauke hauen. © HNA/Siebert

Reinhardshagen. Unter das Motto „Veränderung“, stellte Bürgermeister Fred Dettmar seine Ansprache zum Neujahrsempfang in Reinhardshagen am Samstagnachmittag